Ente gut alles gut

Vor kurzen sah die Enten noch so aus:
Dann wurde ihrem noch jungem Leben ein Ende gesetzt. Sie wurden mit dem Bolzenschussgerät betäubt, anschließend wurde vorsichtig die Halsschlagader durchtrennt, damit der Tot durch Blut-Entleerung so schnell wie möglich eintritt. Wichtig ist die Betäubung, weil dem Tier jeder unnötige Stress erspart bleiben soll.
Das ist besser für das Tier, und für die Qualität des Fleisches. Nach dem die Tiere völlig ausgeblutet waren, wurden sie in Heißwasser abgebrüht. Anschließend gerupft und ausgenommen. Dann wurden sie zum Trocknen und Reifen auf gehängt.
Da hängen sie nun, kühlen ab, und haben Zeit zum Reifen.
Drei wurden eingefroren, und eine hing hier und genoss die Aussicht bis wir sie sonntags in den Holzofen schoben. Nach einem kurzen Anbraten garte sie bei ca. 80° Celsius für 4 Stunden. Wir machen das grundsätzlich nicht nach einem festen Rezept, das ist die eigentliche Genialität von einem Holzherde: Anfeuern, Ente in den Backofen und einfach rausholen wenn Essenszeit ist. Keine komplizierten Einstellungen, keine Steuerung die was anders mach als man es angenommen hat.... Feuer und Zeit mehr ist nicht notwendig, leider findet man heute das leider sehr selten in einem deutschen Haushalt Während die Ente im Herd langsam gart, mische ich eine "Glasur" aus Honig, Sojasoße, Apfelessing und Gewürzen zusammen.
Die Ente kommt kurz raus, ich streiche sie großzügig mit der Glasur ein und dann hat sie die nächsten Stunden ihre Ruhe. Wenn sie dann raus kommt sieht sie aus wie auf dem Bild unten. Man sieht das sie saftig und nicht trocken ist schön daran wie "prall" sie aussieht. Wenn die Ente oder Gans eingefallen aussieht, ist der "Saft" raus gekocht und das Fleisch wird trocken sein. Wenn man wert auf eine perfekte knusprige Haut wert legt, sollte am die Ente/Gans für eine Minute in Kochendes Wasser halten bevor man sie in den Ofen schiebt.
Dieser Beitrag soll mal wieder verdeutlichen das es bei guter Qualität bei Fleisch von Weidetieren auf die Zubereitung ankommt. Und Weidetiere sollten das ganze Jahr draußen sein und nicht für Marketingzwecke für ein Monat auf die Weide kommen und davor und danach mit Kraftfutter gemästet werden. Hier auch wieder der Aufruf an den Verbraucher; nur wenn ihr nach Fleisch von solchen Tieren fragt und kauft werden Tiere so gehalten. Und BITTE gebt euch nicht mit Halbwahrheiten zufrieden. ...die sind oft draußen....die brauchen ein bisschen Kraftfutter......Ein Rind das langsam wächst braucht 3-4 Jahre, ein Schwein 1,5-2 Jahre und Geflügel kommt im Frühjahr auf die Welt und wird frühstens im Herbst/Winter geschlachtet. Alles andere wird nur gemacht weil es der Verbraucher nicht bezahlen möchte. Am Ende müssen immer die Tiere dafür bezahlen!